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WDR deckt heimlichen Rückrufaktion bei Bio-Saatgut auf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zentrale AKS/Bündnis gegen Lebensmittelplagiate e.V.   

Bio-Logo (sog: Künast-Logo)Wo „Bio“ draufsteht ist auch Bio drin… so sollte es zumindest sein. Zwei Journalisten des WDR-Magazins „WDR-Servicezeit Wohnen & Garten“ deckten nun eine Rückrufaktion-Aktion der Handelskette REWE auf (Link zum Artikel auf WDR.de).

Der Supermarktriese REWE hatte – so der Bericht – im Mai 2009 bemerkt, dass ein großer Teil der Bio-Saatgut-Sorten, die REWE damals in seinen Verkaufsständern anbot, mit Pflanzenschutzmitteln belastet waren.

Die Journalisten, Sabine Fricke die verantwortliche Redakteurin beim WDR Christiane Möllers, weisen darauf hin, dass die, aus dem mit Pflanzenschutzmittel verunreinigten Saatgut entstehenden, Früchte zwar nicht selbst gesundheitsgefährdend sind, sie entsprechen aber nicht den Voraussetzungen, die Bio-Saatgut erfüllen muss. Das Saatgut entspricht vielmehr allenfalls den Anforderungen für Nicht-Bio-Produkte, welche aber in der Regel deutlich günstiger verkauft werden.

Problematisch ist auf Sicht der Zentrale für Arzneimittelsicherheit und Konsumentenschutz im Deutschen Konsumentenbund aber insbesondere der Umstand, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht über den Rückruf im Mai 2009 informiert wurden und erst jetzt durch Medienrecherchen von den Vorkommnissen erfahren. Auch wirft der Vorfall einen großen Schatten auf die Kontrollkette bei Bio-Produkten. Für die Kontrolle und Vergabe der Bio-Siegel ist das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuständig.